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Gesualdo: Tenebrae Responsories
for Maundy Thursday


 

The King's Singers

David Hurley
Robin Tyson
Paul Phoenix
Philip Lawson
Gabriel Crouch
Stephen Connolly


"... searingly intense, with the singers' clear, steady sound, beautifully judged changes of pace and dynamics ..."

Daily Telegraph

  "The King's Singers are always a treat to hear, ... as with everything this inimitable, impeccably-tuned and balanced, stylish male sextet does, the chant is expertly accomplished, and the following multi-part responsories are sincerely felt and warmly resonant"

David Vernier, Classictoday.com

    "... their reputation for after-dinner smoothness, the King's Singers  .... all-male line-up  .... makes those grinding climaxes all the more tense and penetrating, and the attention given to word-painting is exemplary"

Ivan Hewitt, The Times

    "... a no holds barred, immaculately sung performance from the King's Singers. Unmissable"

Classic FM Magazine

 

Kommentar

Alte Musik hat sich in den letzten Jahrzehnten immer größerer Beliebtheit erfreut. Deshalb ist es uns vielleicht heute endlich möglich, einen Komponisten wie Gesualdo richtig einzuordnen—nicht als exzentrischen Einzelgänger, wie man ihn früher sah, sondern als einen bedeutenden, aktiven Teil der Musikgeschichte. Die Geschichtsbücher schildern Gesualdo als reinen Amateur und sehen seine sprunghafte, fragmentierte Arbeitsweise als Beweis genug. Es heißt, seine musikalische Entwicklung sei im Sand verlaufen, er habe keine Nachfolger oder Bewunderer gehabt, seine Musik sei ohne Einfluss auf die Zukunft geblieben und das wilde Gebärdenspiel sowie die unkonventionelle, abrupte Textur seiner Musik seien nichts als die sinnlosen, verzweifelten Bemühungen eines Komponisten, der keine Ahnung hatte, wie man richtig komponiert.

Heute wissen wir, dass dies eine Fehleinschätzung war. Aber es musste wohl erst das 20. Jahrhundert kommen, mit all seinen ungewöhnlichen, individuellen Komponisten wie Partch, Satie, Webern, Langgaard und Cage, um Gesualdo als Mann seiner Zeit verstehen zu können. Das Bild von Gesualdo als musikalischem Exzentriker verlor endgültig seine Glaubwürdigkeit, als man erkannte, dass er Teil einer umfangreichen Bewegung war—einer neapoletanischen Schule von Komponisten wie Nenna, Macque und Lacorcia, die alle ähnlich ausdrucksstarke und höchst sinnliche Werke produzierten, denen aber letztendlich Gesualdos künstlerischer Geist fehlte .

Glenn Watkins’ bahnbrechende Biographie erschien 1973, mit einem leidenschaftlichen Vorwort von Strawinsky aus dem Jahr 1968. Der ausgesprochen geschichtsbewusste Strawinsky hatte sich in seinen späten Jahren mehrfach von Gesualdos Material inspirieren lassen, und diese Begeisterung des alternden Meisters für den Komponisten aus einer vergangenen Zeit führte zu einer wahren Gesualdo-Renaissance, die durch Watkins’ überzeugende und fundierte Biographie weiter genährt wurde.

Wer war also Gesualdo? Man muss sich vor allem die Tatsache vergegenwärtigen, dass er in den besten Gesellschaftskreisen Italiens verkehrte. Sein Onkel, Kardinal Borromeo, war einer der mächtigsten und einflussreichsten Männer im ganzen Land, und seine Familie war sehr wohlhabend, was bedeutet, dass Gesualdo unter völlig anderen Voraussetzungen arbeiten konnte als seine Kollegen. Musikbesessen war er seit seiner frühen Jugend: Er war ein Lautenvirtuose, spielte Tasteninstrumente meisterhaft und veröffentlichte seine ersten Kompositionen, bevor er 20 war. Die Stellung seiner Familie gab ihm die Freiheit, genau das  zu schreiben, was er wollte. Seine wilden, wechselhaften Launen und sein Hang zum Sadomasochismus verraten uns, dass er all seine Neigungen uneingeschränkt ausleben wollte—und das tat er auch in seinen Kompositionen.

Was uns heute—400 Jahre nach ihrer Entstehung—an seiner Musik so fasziniert, ist genau diese erstaunlich unverhüllte Direktheit, die wir in ihr hören. Sie lässt uns einen verzweifelten und unglücklichen, aber auch leidenschaftlichen und liebevollen Mann erahnen, der fest entschlossen war, in seinen Kompositionen weiter zu gehen als alle anderen. Seine Musik bietet so viele Überraschungen, dass sie ihre Frische auch nach wiederholtem Hören nie einbüßt, ähnlich wie die Werke eines anderen halb-verrückten, avantgardistischen Genies, Berlioz.

Gesualdos Geburtsjahr ist nicht genau bekannt. Lange ging man davon aus, daß er um 1560 geboren ist, aber 1991 erbrachte Watkins in einer überarbeiteten Ausgabe seiner Biographie ziemlich schlüssige Beweise dafür, daß er erst 1566 zur Welt kam. Zwar ist auch dieses Datum umstritten, aber wäre es korrekt, würde es bedeuten, daß zwischen ihm und seiner Frau ein ziemlich großer Altersunterschied bestand. Dieser wiederum könnte die Spannungen verursacht haben, die schließlich dazu führten, daß er sie eigenhändig umbrachte und ihren Liebhaber ermorden ließ. Zwar waren Fürsten in jener Zeit sicherlich nicht zimperlich, wenn es darum ging, sich Leute aus dem Weg zu räumen, aber es ist doch eher selten, daß sie sich selbst die Hände schmutzig machten. Wurde Gesualdo also erst 1566 geboren, dann war er neunzehn Jahre alt und ein unerfahrener junger Mann, als er mit Maria d’Avalos verheiratet wurde. Sie dagegen war mit 25 Jahren eine gefeierte und bewunderte Schönheit, zweifache Witwe mit Kindern von ihren beiden früheren Ehemännern, und galt allgemein als die attraktivste Frau der guten Gesellschaft Neapels. Anfangs schienen die Neuvermählten sich wirklich zugeneigt zu sein, aber Marias glitzerndes Gesellschaftsleben nahm schnell Überhand. Man kann sich vorstellen, dass der junge, höchst sensible Komponist brennend eifersüchtig wurde. Nach vier Jahren hatte er genug und heuerte professionelle Mörder an, um ihm dabei zu helfen, seine Frau mit ihrem Geliebten im Bett zu überraschen und zu töten. Laut einem detaillierten medizinischen Bericht erlitt sie 53 Dolchstiche, die meisten davon im Unterleibsbereich. Gesualdos Zorn muss homerischen Ausmaßes gewesen sein—nach dem Mord holzte er eigenhändig ein großes Stück Wald auf seinem Gut ab. Vier Jahre später heiratete er Leonora d’Este, Mitglied der berühmten Ferrara-Dynastie. Beide Frauen gebaren ihm Kinder, die jedoch alle jung starben; der letzte überlebende Sohn starb nur wenige Monate bevor Gesualdo selbst im Jahr 1613 allein und völlig verlassen in seinem Schloss bei Neapel verschied.

Was hat Gesualdo dazu bewegt, Kirchenmusik zu komponieren? Es muss—in Bachs Worten—Bus’ und Reu’ gewesen sein. Nach dem Mord an seiner ersten Frau quälten ihn immer stärkere Schuldgefühle. Der Rest seines Lebens war von Reue überschattet, und diese Atmosphäre gegenreformatorischer Düsterkeit durchdringt auch seine Kirchenmusik. Die Wahl der Texte ist bezeichnend. Wie bei seinen bevorzugten Madrigaltexten sind diese biblischen Worte voll des Leids und der Selbstanklage. Bei kaum einem anderen Komponisten der Renaissance sind Leben und Werk so eng miteinander verknüpft wie bei Gesualdo.

Bo Holten, Januar 2004

Die Aufnahmen auf dieser CD bilden lediglich einen Teil der vollständigen Morgenliturgie für die letzten drei Tage der Karwoche, dem Triduum Sacrum. In dieser heiligsten Zeit des christlichen Kalenders ist die Liturgie auf ihre einfachste Form reduziert und ähnelt damit eher den Messen der frühen Kirche ohne die Neuerungen aus dem Mittelalter. [John Harper, The Forms and Orders of Western Liturgy from the Tenth to the Eighteenth Centuries (Oxford: Clarendon, 1991), 140-1]. Am Gründonnerstag entfallen z.B. die einleitenden Versikel, das Venite und die kleine Doxologie zu den Psalmen (Gloria Patri). Aber trotz ihrer gekürzten Fassung würde die komplette Morgenliturgie den Rahmen einer CD bei weitem sprengen—neben den hier vertretenen Gesängen umfasst sie neun Psalmen je mit Antiphon sowie sechs weitere Lesungen, denen jeweils eines der Responsorien Gesualdos folgen sollte. Die Auswahl der Stücke auf dieser CD und deren Reihenfolge erfordert also eine Erklärung.

Jeder Frühgottesdienst des Triduum Sacrum (oder Tenebrae, nach dem ersten Wort eines der Responsorien für Karfreitag) ist in drei Nokturnen mit Psalmengesang, drei Lesungen und drei Responsorien unterteilt. Für die erste Nokturn sind die drei Lesungen den Klageliedern Jeremias entnommen, wobei jedem Bibelvers ein hebräischer Buchstabe voransteht. Diese Lesungen sind hier zu Beginn der drei Dreiergruppen von Gesualdos Responsorien zu hören. Die Entscheidung, von der gewohnten Reihenfolge abzuweichen, hat ästhetische Gründe: Die Lesungen aus den Klageliedern sind mit ihren eigenen Cantus-planus-Noten versehen, während die restlichen sechs einfach im gleichbleibenden Ton mit gelegentlichen Modulationen gesungen werden. Die ausgewählten Lesungen sind daher musikalisch sehr viel interessanter als die anderen, und stellvertretend eingefügt zwischen den drei Gruppen von Responsorien vermitteln sie einen gewissen Eindruck von der tatsächlichen Liturgie, selbst wenn nicht alle Gesänge des Gründonnerstags vertreten sind.

Die Klagelieder stammen aus dem Cantus Ecclesiasticus Officii Maioris Hebdomadae (Rom: A. Phaeus, 1619). Obwohl diese Publikation erst kurz nach Gesualdos Tod erschien, entspricht ihre klare Betonung der Worte genau der vom Komponisten angestrebten Ausdrucksweise—wenn auch in einem etwas weniger theatralischen Stil.

Der letzte Teil des Gottesdienstes beginnt mit dem Lobgesang des Zacharias, Benedictus Dominus Deus Israel, dem die Antiphon Traditor autem vor- und nachgestellt ist. Gesualdo vertont den Lobgesang im Alternatim-Stil, und die Antiphon sowie die geraden Verse entstammen daher ebenfalls der Publikation von Phaeus. Nach der Wiederholung der Antiphon wird der Versikel Christus factus est gesungen: Am nächsten Tag des Triduums wird mehr Text hinzugefügt, bis schließlich am Karsamstag der gesamte Text (wie später von Anton Bruckner vertont) zu hören ist. Damit endet der gesungene Teil des Gottesdienstes.

Stephen Rice, Februar 2004


Die Vorderseite der CD verbindet die zwei Themen, die Gesualdos Tenebrae Responsorien so beeindruckend machen: sein Leben und dessen dramatischen Verfall, nachdem es mit Blut besudelt hatte und seine Hinwendung zum Glauben nach den Ereignissen des Oktober 1590. Die Kerzen stehen für den pyramidenförmigen Tenebrae-Leuchter, der bis mindestens ins 7. Jahrhundert zurückzuverfolgen ist. Während des Gottesdienstes am Gründonnerstag, für den die Werke der CD komponiert wurden, werden die Kerzen auf diesem Leuchter eine nach der anderen und zwar von unten nach oben gelöscht: nach den neun Psalmen in der Matutin und den fünf in der Laudes bleibt nur eine, die oberste, Kerze brennen. Da nach jedem der letzten sechs Verse des Benedictus auch eine der sechs Altarkerzen gelöscht wird, bleibt am Ende nur das eine Licht auf dem Tenebrae-Leuchter, das die Kirche erhellt. Für die Symbolik des Leuchters gibt es verschiedene Erklärungen. Die gängige Meinung ist, daß er die Heilige Dreifaltigkeit repräsentiere, vierzehn der Kerzen die elf Apostel und die drei Marien und die oberste Kerze Christus. Aber manche glauben auch, daß die letzte brennende Kerze Maria darstelle, die in ihrem Glauben bis zuletzt nicht wankte, während die Apostel und die Jünger Jesus verließen, so wie die Kerzen eine nach der anderen verlöschen.

The King’s Singers, Februar 2004

Gesangstexte

1. Lectio I

Incipit lamentationem Hieremiae prophetae.

Aleph
Quomodo sedet sola civitas plena populo; facta est quasi vidua domina gentium: princeps provinciarum facta est sub tributo.

Beth
Plorans ploravit in nocte, et lacrimae eius in maxillis eius: non est qui consoletur eam, ex omnibus caris eius. Omnes amici eius spreverunt eam, et facti sunt ei inimici.

Gimel
Migravit Iudas propter afflictionem, et multitudinem servitutis, habitavit inter gentes, nec invenit requiem. Omnes persecutores eius apprehenderunt eam inter angustias.

Daleth
Viae Sion lugent; eo quod non sint, qui veniant ad solemnitatem. Omnes portae eius destructae: sacerdotes eius gementes, virgines eius squalidae, et ipsa oppressa amaritudine.

He
Facti sunt hostes eius in capite, inimici eius locupletati sunt: quia Dominus locutus est super eam, propter multitudinem iniquitatem eius. Parvuli eius ducti sunt in captivitatem, ante faciem tribulantis.

Hierusalem, Hierusalem, convertere ad dominum Deum tuum.

The beginning of the lamentations of Jeremiah.

Aleph
How doth the city sit solitary, that was full of people! How is she become as a widow! She that was great among the nations, and princess among the provinces, how is she become tributary.

Beth
She weepeth sore in the night, and her tears are on her cheeks: among all her lovers she hath none to comfort her: all her friends have dealt treacherously with her, they are become her enemies.

Gimel
Judah is gone into captivity because of affliction, and because of great servitude: she dwelleth among the heathen, she findeth no rest: all her persecutors overtook her between the straits.

Daleth
The ways of Zion do mourn, because none come to the solemn feasts: all her gates are desolate: her priests sigh, her virgins are afflicted, and she is in bitterness.

He
Her adversaries are the chief, her enemies prosper; for the Lord hath afflicted her for the multitude of her transgressions: her children are gone into captivity before the enemy.

Jerusalem, Jerusalem, return unto the Lord thy God.

2. In Monte Oliveti

Responsory
In monte Oliveti oravit ad Patrem: Pater, si fieri potest, transeat a me calix iste: Spiritus quidem promptus est, caro autem infirma, fiat voluntas tua.

Verse
Vigilate, et orate, ut non intretis in tentationem.

Responsory
On mount Olivet he prayed to his father: Father, if it be possible, let this cup pass away from me: the spirit indeed is ready, but the flesh weak.

Verse
Watch and pray, that ye enter not into temptation.

3. Tristis est anima

Responsory
Tristis est anima mea usque ad mortem: sustinete hic, et vigilate mecum: nunc videbitis turbam, quae circumdabit me: Vos fugam capietis, et ego vadam immolari pro vobis.

Verse
Ecce appropinquat hora, et filius hominis tradetur in manus peccatorum.

Responsory
My soul is sorrowful even unto death: stay here and watch with me: now shall ye see the crowd that shall surround me: ye shall take flight, and I shall go to be offered up for you.

Verse
Behold the time draweth nigh, and the son of man shall be delivered into the hands of sinners.

4. Ecce vidimus

Responsory
Ecce vidimus eum non habentem speciem, neque decorem: aspectus ejus in eo non est: hic peccata nostra portavit, et pro nobis dolet: ipse autem vulneratus est propter iniquitates nostras: cujus livore sanati sumus.

Verse
Vere languores nostros ipse tulit, et dolores nostros ipse portavit.

Responsory
Lo, we have seen him without comeliness or beauty: His look is gone from him: he hath borne our sins and suffered for us: He was wounded for our iniquities: by his stripes are we healed.

Verse
Truly he hath borne our infirmities and carried our sorrows.

5. lectio II

Vau
Et egressus est a filia Sion omnis décor eius: facti sunt principes eius velut arietes non invenientes pascua, et abierunt absque fortitudine: ante faciem subsequentis.

Zain
Recordata est Hierusalem dierum afflictionis suae, et praevaticationis, omnium desiderabilium suorum, quae habuerat a diebus antiquis, cum caderet populus eius in manu hostili, et non esset auxiliator. Viderunt eam hostes, et deriserunt Sabbatha eius.

Heth
Peccatum peccavit Hierusalem, proptereainstabilis facta est. Omnes qui glorificabant eam, spreverunt illam: quia viderunt ignominiam eius. Ipsa autem gemens, conversa est retrorsum.

Teth
Sordes eius in pedibus eius, nec recordata est finis sui. Deposita est vehementer, non habens consolatorem. Vide Domine afflictionem meam, quoniam erectus est inimicus.

Hierusalem, Hierusalem, convertere ad dominum Deum tuum.

Vau
And from the daughter of Zion all her beauty is departed: her princes are become like harts that find no pasture, and they are gone without strength before the pursuer.

Zain
Jerusalem remembered in the days of her affliction and of her miseries all her pleasant things that she had in the days of old, when her people fell into the hand of the enemy, and none did help her: the adversaries saw her, and did mock at her Sabbaths.

Heth
Jerusalem hath grievously sinned; therefore she is removed: all that honoured her despise her, because they have seen her nakedness: yea, she sigheth, and turneth backward.

Teth
Her filthiness is in her skirts; she remembereth not her last end; therefore she came down wonderfully: she had no comforter. O Lord, behold my affliction: for the enemy hath magnified himself.

Jerusalem, Jerusalem, return unto the Lord your God.

6. Amicus meus

Responsory
Amicus meus osculi me tradidit signo: quem osculatus fuero, ipse est, tenete eum: hoc malum fecit signum, qui per osculum adimplevit homicidum: Infelix praetermisit pretium sanguinis, et in fine laqueo se suspendit.

Verse
Bonum erat ei, si natus non fuisset homo ille.

Responsory
My friend betrayed me by the token of a kiss: whom I shall kiss, that is he, hold him fast: that was the wicked token which he gave, who by a kiss accomplished murder: unhappy man, he relinquished the price of blood, and in the end hanged himself.

Verse
It had been good for that man, if he had never been born.

7. Judas mercator

Responsory
Judas mercator pessimus osculo petiit Dominum: ille ut agnus innocens non negavit Judae osculum: denariorum numero Christum Judaeis tradidit.

Verse
Melius illi erat, si natus non fuisset.

Responsory
Judas, worst of the traffickers, approached the Lord with a kiss: he like an innocent lamb refused not the kiss of Judas: for a few pence he delivered Christ to the Jews.

Verse
It had been better for him if he had never been born.

8. Unus ex discipulis

Responsory
Unus ex discipulis meis tradet me hodie: vae illi per quem tradar ego: melius illi erat, si natus non fuisset.

Verse
Qui intingit mecum manum in paropside, hic me traditurus est in manus peccatorum.

Responsory
One of my disciples will this day betray me: woe to him by whom I am betrayed: it had been better for him if he had not been born.

Verse
He that dippeth his hand with me in the dish, he it is that will deliver me into the hands of sinners.

9 Lectio III

Iod
Manum suam misit hostis ad omnia desiderabilia eius: quia vidit gentes ingressas sanctuarium suum, de quibus praeceperas, ne intrarent in Ecclesiam tuam.

Caph
Omnis populus eius gemens, et quaerens panem, dederunt praetiosa quaeque pro cibo ad refocillandam animam. Vide, Domine, et considera; quoniam facta sum vilis.

Lamed
O vos omnes, qui transitis per viam, attendite, et videte, si est dolor sicut dolor meus: quoniam vindemiavit me, ut locutus est dominus in die irae furoris sui.

Mem
De excelso misit ignem in ossibus meis, et erudivit me: expandit rete pedibus meis, convertit me retrorsum. Posuit me desolatum, tota die moerore confectam.

Nun
Vigilavit iugum iniquitatum mearum: in manu eius convolutae sunt, et impositae collo meo: infirmata est virtus mea, dedit me dominus in manum, de qua non potero surgere.

Hierusalem, Hierusalem, convertere ad dominum Deum tuum.

Iod
The adversary hath spread out his hand upon all her pleasant things: for she hath seen that the heathen entered into her sanctuary, whom thou didst command that they should not enter into thy congregation.

Caph
All her people sigh, they seek bread: they have given their pleasant things for meat to relieve the soul: see, O Lord, and consider: for I am become vile.

Lamed
Is it nothing to you, all ye that pass by? Behold, and see if there be any sorrow like unto my sorrow, which is done unto me, wherewith the Lord hath afflicted me in the day of his fierce anger.

Mem
From above hath he sent fire into my bones, and it prevaileth against them: he hath spread a net for my feet, he hath turned me back: he hath made me desolate and faint all the day.

Nun
The yoke of my transgressions is bound by his hand: they are wreathed, and come up upon my neck: he hath made my strength to fall, the Lord hath delivered me into their hands, from whom I am not able to rise up.

Jerusalem, Jerusalem, return unto the Lord your God.

10. Eram quasi

Responsory
Eram quasi agnus innocens: ductus sum ad immolandum, et nesciebam: consilium fecerunt inimici mei adversum me, dicentes: venite, mittamus lignum in panem ejus, et eradamus eum de terra viventium.

Verse
Omnes inimici mei adversum me cogitabant mala mihi: verbum iniquum mandaverunt adversum me, dicentes:

Responsory
I was like an innocent lamb: I was led to the sacrifice and I knew it not: my enemies conspired against me, saying: come, let us put wood into his bread, and root him out of the land of the living

Verse
All my enemies contrived mischief against me: they uttered a wicked speech against me, saying:

11. Una hora non potuistis

Responsory
Una hora non potuistis vigilare mecum, qui exhortabamini mori pro me? Vel Judam non videtis, quomodo non dormit, sed festinat tradere me Judaeis?

Verse
Quid dormitis? Surgite, et orate, ne intretis in tentationem.

Responsory
Could ye not watch one hour with me, ye that were ready to die for me? Or see ye not Judas, how he maketh haste to betray me to the Jews?

Verse
Why sleep ye? Arise and pray, lest ye enter into temptation.

12. Seniores populi consilium

Responsory
Seniores populi consilium fecerunt: ut Jesum dolo tenerent, et occiderent: cum gladiis et fustibus exierunt tamquam ad latronem.

Verse
Collegerunt pontifices et pharisaei concilium.

Responsory
The Elders of the people consulted together: how they might by craft apprehend Jesus and slay him: with swords and clubs they went forth as to a thief.

Verse
The priests and the pharisees held a council.

13. Benedictus

Antiphon
Traditor autem dedit eis signum dicens: quem osculatus fuero, ipse est, tenete eum.

1. Benedictus Dominus Deus Israel: quia visitavit, et fecit redemptionem plebis suae.
2. Et erexit cornu salutis nobis: in domo David, pueri sui.
3. Sicut locutus est per os sanctorum: quia saeculo sunt prophetarum eius.
4. Salutem ex inimicis nostris: et de manu omnium qui oderunt nos.
5. Ad faciendam misericordiam cum patribus nostris: et memorari testamenti sui sancti.
6. Jusjurandum, quod juravit ad Abraham, patrem nostram: daturum se nobis.
7. Ut sine timore: de manu inimicorum nostrorum liberati, serviamus illi.
8. In sanctitate, et justitia coram ipso: omnibus diebus nostris.
9. Et tu, puer, Propheta Altissimi vocaberis: praeibis enim ante faciem Domini parare vias ejus.
10. Ad dandam scientiam salutis plebi eius: in remissionem peccatorum eorum.
11. Per viscera misericordiae Dei nostri: in quibus visitavit nos, oriens exalto.
12. Illuminare his, qui in tenebris, et in umbra mortis sedent: ad dirigendos pedes nostros in viam pacis.

Antiphon
Traditor autem dedit eis signum dicens: quem osculatus fuero, ipse est, tenete eum.

Antiphon
And he that betrayed him had given them a token saying: whomsoever I shall kiss, that same is he, take him.

1. Blessed be the Lord God of Israel: because He hath visited and wrought the redemption of His people.
2. And he hath raised up the horn of salvation to us: in the house of David His servant.
3. As he spoke by the mouth of His holy Prophets: who are from the beginning.
4. Salvation from our enemies: and from the hand of all that hate us.
5. To work mercy with our fathers: and remember his holy testament.
6. The oath which he swore to Abraham our Father: that he would grant us.
7. That being delivered from the hand of our enemies: we may serve him without fear.
8. In holiness and justice before him: all our days.
9. And thou, child, shalt be called the Prophet of the Highest: for thou shalt go before the face of the Lord to prepare his ways.
10. To give the knowledge of salvation to his people: unto the remission of their sins.
11. Through the bowels of the mercy of our God: in which the orient from on High hath visited us.
12. To enlighten them that sit in darkness and in the shadow of death: to direct our feet in the way of peace.

Antiphon
And he that betrayed him had given them a token saying: whomsoever I shall kiss, that same is he, take him.

14. Christus factus est

Christus factus est pro nobis obediens, usque ad mortem.

Christ was made obedient for us, even unto death.

 
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Credits
The King's Singers
Release date: 10th May 2004
Order code: SIGCD048
Barcode: 635212004821
 

 

  Nocturn I  
1 1 Lectio 1 [4:40]
2 In Monte Oliveti [4:39]
3 Tristis est anima mea [4:43]
4 Ecce vidimus eum
[7:26]
  Nocturn II  
5 Lectio 2 [4:16]
6 Amicus meus osculi [3:53]
7 Judas mercator pessimus [2:36]
8 Unus ex discipulis meis

[6:08]
  Nocturn III  
9 Lectio 3 [3:56]
10 Eram quasi agnus innocens [5:11]
11 Una hora non potuistis [3:28]
12 Seniores populi consilium [6:23]
13 Benedictus [7:46]
14 Christus factus est [0:55]
 
Total running time: [60:08]

 


 

[images/index.htm] 10 May 2009