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Un'alma innamorata
A soul in love

Linda Perillo (Soprano) with

Cordaria
directed by Walter Reiter


As featured on the cover of Classic FM magazine, March 2003


Read what the reviewers said about earlier Cordaria discs:

“The playing is expert…Walter Reiter proves himself a dynamic yet sensitive soloist”

International Record Review, March 2001

   

“Reiter is thoughtful, reflective and poetic…his performances are stylish, idiomatic and vivid”

BBC Music Magazine, February 2002

       

“Praise cannot be too high for Cordaria…”

Ludwigvanweb May 2002


Kommentar

Die Einführung des Basso continuo war einer der entscheidenden Momente in der Geschichte der Musik. Der Generalbass, über dem ein Tasteninstrument oder eine Laute Harmonien anhand eines Figurensystems improvisieren konnte (und das im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts mit zunehmender Virtuosität), erübrigte schlagartig die Notwendigkeit großer Ensembles. Anstelle eines Chors mit Bläser- und Streichergruppen konnte eine beliebige andere kleine Gruppe alle gewünschte Musik spielen. Eine geringere Anzahl von Spielern bedeutete, dass nun die Melodie statt dem Kontrapunkt in den Mittelpunkt rückte, und aufgrund der Intimität der Gruppe konnte man auch freier mit dem Tempo umgehen. Im Zuge der Entwicklung virtuoser Techniken und improvisierter reicher Verzierungen in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts erschienen zahlreiche äußerst komplizierte Solomotetten und -sonaten. Die Kombination von Solostimme mit einem Instrument und Continuo wurde gang und gebe, wobei wahrscheinlich Stücke für Violine am meisten verbreitet waren. Der deutsche Komponist Nicolaus Bruhns führte das Genre angeblich an die äußerste Grenze des Minimalismus, indem er die Solostimme sang, die Begleitung mit Doppelgriff auf seiner Violine zum Besten gab und die Bassstimme mit den Füßen auf den Orgelpedalen spielte!

Samuel Capricornus (1628-1665) gehört zu denjenigen Komponisten, die zu früh sterben. Bevor er sich 1657 als Kapellmeister in Stuttgart niederließ, hatte er in Wien, Straßburg und Preßburg (heute Bratislava) gearbeitet. Obwohl einige seiner veröffentlichten Werke groß angelegt sind, war Capricornus in erster Linie ein Meister der Miniatur. Sein Surrexit pastor bonus (die Vertonung einer Stelle aus dem Evangelium des Johannes) ist in der Düben-Manuskriptsammlung überliefert, die sich in der Universitätsbibliothek von Uppsala in Schweden befindet. Nach einer kurzen Einleitung ahmen Violine und Singstimme einander dialogisch nach. Daraufhin übernimmt die Singstimme eine rezitativartige Passage, gefolgt von einer erneuten Zusammenführung mit der Violine und einem abschließenden Halleluja im tanzenden Dreitakt.

Tarquinio Merula (c.1595-1665) war Organist an mehreren bedeutenden Orten Italiens, darunter an der S. Maria Maggiore in Bergamo. 1623 wurde er eingeladen, eine ähnliche Rolle am Hof des Königs von Polen zu übernehmen. Seine Motette für Sopran, Violine und Continuo, die Cantate jubilate, stammt aus Il primo libro de motetti e sonate concertati, Op. 6, veröffentlicht in Venedig im Jahr 1624 von dem bekannten Drucker Vincenti. Die Tatsache, dass der Band einem Mitglied der einflussreichen Gonzaga-Familie gewidmet war, deutet darauf hin, das er darum bemüht war, seine Beziehungen in Italien weiterhin zu pflegen, und in der Tat kehrte er 1628 zurück in sein Heimatland. Er muss ein etwas komplizierter Charakter gewesen sein, da er allerorts auf Schwierigkeiten stieß. Merula war nicht nur einer der ersten venezianischen Komponisten, der Streichinstrumente mit Solostimmen kombinierte, er stand auch an der Spitze neuer musikalischer Entwicklungen. Dies zeigt seine Motette, in der das immer wiederkehrende Halleluja im Dreitakt an ein Ritornello erinnert.

Buxtehudes (c.1637-1707) Singet dem Herrn ein neues Lied (Bux WV98, eine Vertonung der Verse von Psalm 98) stammt ebenfalls aus der Düben-Sammlung. In der Tat waren Buxtehude und Gustav Düben (der die Sammlung begann) befreundet, und viele von Buxtehudes Kompositionen sind deshalb überliefert, weil er sie seinem Freund in Schweden zuschickte. Die Motette weist in ihrem Aufbau Ähnlichkeiten mit der von Capricornus auf: nach der einleitenden Sonate werden Stimme und Violine im Dialog zusammengeführt und daraufhin folgt ein rezitativartiger Teil nur für Singstimme und Continuo. Doch dann nimmt das Stück eine andere Wendung, und zwar in Form eines virtuosen Zwischenspiels für die Violine. Dies führt zu einem weiteren Dialog und Rezitativ, gefolgt von einer Passage, in der Singstimme und Violine Ideen austauschen. Nun wird die einleitende Sonate wiederholt, woraufhin Sänger und Violine sich mit dem Bass zu dem ‘singet, rühmet und lobet’ im Dreitakt vereinen. Besonders verblüffend ist jedoch das ungewöhnliche Ende!

Es mag vielleicht ein wenig überraschend sein, dass der Violinenvirtuose Antonio Vivaldi (1678-1741) scheinbar nur eine Kantate für Singstimme mit Solo-Violinbegleitung komponiert hat. Lungi dal vago volto (RV 680)—wiederum eine Schilderung der unerfüllten Liebe eines Schäfers—folgt dem traditionellen Muster von zwei gepaarten Rezitativen und da capo Arien. Im ersten Paar kontrastiert er den herrlichen Gesang der Vögel im Walde mit seinen eigenen Tränen. Im zweiten Paar, in dem die Violine mit Doppelgriff spielen muss, ist er entschlossen, sein Glück erneut zu versuchen, und schwört unsterbliche Treue.

Daniel Purcell (c.1664-1717) stand immer etwas im Schatten seines älteren Bruders. Seine Kantate Amintas hält sich an die traditionelle Form: den beiden Arien gehen zwei relativ kurze Rezitative voran. Merkwürdigerweise wird jedoch von dem Sänger erwartet, dass er sowohl die Rolle des Erzählers als auch die der beiden Figuren in dieser Minioper übernimmt. Das einleitende Rezitativ schildert die vergeblichen Bemühungen des unglücklich verliebten Amintas, seine Nymphe von seiner Treue zu überzeugen; nach seiner Arie erfahren wir, dass sie halb bereit ist, nachzugeben, doch in der letzten Arie fragt sie sich, warum sie ihre Freiheit aufgeben sollte. Purcells Kantate stellt seine Fähigkeit als Komponist unter Beweis, vor allem in der Art, wie er die Violine einsetzt—manchmal als Begleitung, manchmal als Basslinie (wenn der Continuo ausfällt) und manchmal als Hauptstimme. Seine Six Cantatas von 1713 zählen zu den ersten Beispielen des Genres mit englischen Texten. Da zu der Zeit die italienische Oper in Mode war, hatten Komponisten, die sich für dieses Medium nicht interessierten, kein leichtes Spiel. Obwohl die Kantaten etwas kürzer sind als ähnliche spätere Werke von Arne und Stanley (und sogar englische Lieder von seinem älteren Bruder), erinnern sie dennoch an Stücke von Alessandro Scarlatti und seinen neapolitanischen Zeitgenossen.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Hamburg ging der junge sächsische Komponist, Georg Friedrich Händel (1685-1759) nach Italien, um seine Karriere zu fördern. Er hatte das Glück, einige der führenden Persönlichkeiten des Kulturlebens von Rom als Schirmherren zu gewinnen und dadurch Kontakte mit ein paar der hervorragendsten Virtuosen des Landes zu knüpfen—nicht zuletzt mit dem Violinisten Arcangelo Corelli. Zu Händels außergewöhnlich zahlreichen Kompositionen aus dieser Zeit zählen das hervorragende Oratorium La Resurrezione, weitere Kirchenmusik (wie etwa die Psalmvertonungen und -motetten, bekannt unter dem Namen Carmelite Vespers) sowie eine frühe Oper. Ebenfalls überliefert sind kleinere Werke wie etwa die Kantate Un’ alma innamorata (HWV 173). Diese ist länger als die anderen Werke des 18. Jahrhunderts auf dieser Aufnahme, da sie aus drei Paaren von Rezitativ und Arie besteht. Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass die dritte Arie einer Sarabande ähnelt (ein Tanz im Dreitakt mit einem starken zweiten Taktschlag) und Violine und Sänger durchweg vereint bleiben. Die Kantate wurde am 30. Juni 1707 kopiert und zur Unterhaltung für den Marchese Ruspoli verfasst—einer der Schirmherren des Komponisten in Rom.

Georg Philipp Telemann (1681-1767) war ein scharfsinniger Komponist. Nicht nur schrieb er mehr Musik als alle seine Zeitgenossen, es gelang ihm auch, Geld damit zu verdienen, indem er seine Werke gravieren ließ und sie dann auf Abonnementbasis oder in Serienform verkaufte. Die 72 Kantaten der ersten Ausgabe des Harmonischen Gottesdienstes, der 1725 und 1726 in Hamburg herausgebracht wurde, sind für Solostimme mit verschiedenen Soloinstrumenten und Continuo komponiert—eine für jeden Gottesdienst des lutheranischen Kirchenjahrs. Zwei Arien sind durch ein etwas ‘deklamatorisches’ Secco-Rezitativ unterteilt (das heißt, dass das Soloinstrument während dem Mittelsatz aussetzt). Gott will Mensch und sterblich werden war für das Fest von Maria Verkündigung vorgesehen.

Brian Clark, Juni 2002

Gesangstexte

[1] Surrexit Pastor Bonus

Surrexit pastor bonus,
qui animam suam dedit pro ovibus suis
et pro grege suo mori dignatus est. Alleluia.

Der gute Hirte, der sein Leben für seine Schafe gegeben hat und dazu auserkoren war, für seine Herde zu sterben, ist auferstanden. Halleluja.

[2] Cantate Jubilate

Cantate, jubilate, exultate et psallite. Alleluia.
Gloria Patri qui nos creavit. Alleluia.
Gloria Filio, qui nos redemit. Alleluia.
Gloria Spiritui Sancto, qui nos sanctificavit. Alleluja.

Jauchzet, singt und spielt jubilierend! Halleluja.
Ehre sei dem Vater, der uns erschaffen hat. Halleluja.
Ehre sei dem Sohn, der uns erlöst hat. Halleluja.
Ehre sei dem Heiligen Geist, der uns gesegnet hat. Halleluja.

3 Dietrich Buxtehude: Singet dem Herrn

Sinfonia
Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er macht Wunder:
er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.

Recitativo
Der Herr lässet sein Heil verkündigen, vor den Völkern lässet er seine Gerechtigkeit offenbaren.

Vivace
Er gedenkt an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Ende sehen das Heil unsers Gottes.

Sinfonia
Jauchzet dem Herrn alle Welt; singet, rühmet und lobet!

[4] Daniel Purcell: Amintas

Recitative
Long had Amintas the unhappy Swain, in silence breathed his passion but in vain. Th’ungen’rous Nymph disdain’d the Shepherd’s care, as he pursues She flys him ev’rywhere; her flight with more uncommon grief he views, and thus thro’ moving language he pursues.

Aria
Stay, oh stay thou flying Fair. Let me not perish in despair;
If Love, bright Nymph, you cannot give, grant me but pitty, I shall live: Pitty will ease my raging Pains, and I’ll with pleasure wear thy Chains.

Recitative
The Nymph thro half consenting Eyes, no longer able to disguise her growing passion, thus replies.

Aria
Since I’m easy, since I’m free, Why shou’d I lose my liberty:
Should’st thou fond swain my pitty move, I fear too soon ‘twou’d turn to Love.

Rezitativ
Lange hatte Amintas, der unglückliche Hirte,  seine Leidenschaft in der Stille gehegt, doch vergeblich. Die kleinmütige Nymphe verschmähte seine Liebe. Je heftiger er sie verfolgt, desto mehr meidet sie ihn; ihre Flucht schmerzt ihn immer stärker, und so verfolgt er sie durch bewegte Worte.

Arie
Verweile, oh fliehende Schöne. Lass mich nicht verzweifeln.
Wenn du, strahlende Nymphe, mir keine Liebe geben kannst, dann schenke mir Erbarmen und ich werde leben: erbarmen wird meine Qualen mildern, und ich werde deine Ketten mit Freuden tragen.

Rezitativ
Die Nymphe, deren halb zugeneigten Blicke, ihre wachsende Leidenschaft nicht länger verbergen können, antwortet so.

Arie
Ich bin sorglos und frei, und möchte meine Freiheit bewahren: solltest du, verliebter Hirte, mein Mitleid erregen, fürchte ich, dass es bald zu Liebe würde.

[5-8] Antonio Vivaldi: Lungi dal vago volto

Recitativo
Lungi dal vago volto
della mia bella Elvira
viver non posso. Oh Dio!
E pur crudo destin per mio tormento
or mi condanna a pascolar l’armento.
Ma qual da lungi ammira,
non distinta beltade il guardo mio
pastorella che viene?
Temo d’errar, mi perdo,
corro, mi fermo, rido e sospiro ad un,
ardo, gelo, contento e tormentato.
Mi sembra alla divisa,
non mi par al sembiante;
deh per pietade Amor, amico cielo,
sciogli dal mio bel sol la nube, il velo.

Aria
Augelletti, voi col canto
queste selve impreziosite,
ed io posso sol col pianto
consolare il mio dolor.
Fate voi che dolce incanto,
Con amor o con pietade,
chiami al bosco il mio tesor.

Recitativo
Allegrezza, mio core,
ch’al fin giunse alla meta
l’avida mia pupilla:
Ti riconosco, o bella,
ti riveggio, mio bene,
t’abbraccio, pastorella.
Perdona, o cara, a’miei sospesi affetti,
Perché errante pastor veder non suole
tra queste ombrose frondi aperto il sole.

Aria
Mi stringerai sì, sì,
Non partirai più, no.
Bella, ti rapirò se il cor non cede.
Avvinto al tuo bel sen
ti giuro, amato ben,
che mai ti mancherò d’amor e fede.

Rezitativ
Fern dem holden Antlitz
meiner schönen Elvira
kann ich nicht leben. Oh, Gott!
Und dennoch verdammt mich jetzt
ein grausames Schicksal, meine Schafe zu weiden.
Doch welche Schäferin, welche unerkannte Schönheit erspähen nun meine Augen?
Ich habe mich getäuscht, ich bin verwirrt,
ich laufe, ich erstarre, ich lache und seufze dabei,
ich brenne, ich friere, entzückt und gequält.
Dem Kleid nach scheint sie es zu sein,
den Blicken nach scheint sie es nicht zu sein;
ach, erbarmt euch, Liebe und freundlicher Himmel,
verjagt die Wolken, den Schleier von meiner holden Sonne!

Arie
Vöglein, ihr, mit eurem Gesang,
macht diesen Hain kostbar,
und ich kann meinen Schmerz
nur durch Tränen stillen.
Oh mach’, dass ein süßer Zauber,
durch Liebe oder Mitleid,
meine Teure in diesen Hain ruft!

Rezitativ
Sei getrost, mein Herz,
denn endlich hat mein eifriger Blick
gefunden, was er sucht.
Ich erkenne dich, oh Holde,
ich sehe dich wieder, meine Teure,
ich umarme dich, Schäferin.
Oh, Liebste, verzeih’ mein Zaudern,
denn ein wandernder Schäfer erblickt nicht oft
die Sonne zwischen diesem schattigen Laub.

Arie
Du wirst mich umfangen, ja, ja,
du wirst nicht wieder gehen, nein.
Schöne, ich werde dich entführen, wenn dein Herz nicht schmilzt.
Gedrückt an deinen holden Busen, schwöre ich, Liebste,
dass es mir nie an Liebe und Treue mangeln wird.

[9-13] Georg Frederic Handel: Un’alma innamorata

Recitativo
Un’alma innamorata, prigioniera d’amore, vive troppo infelice. Divien sempre maggiore il mal che non intende, alor che nell’amar schiava si rende.

Aria
Quel povero core ferito d’amore sospira, se adira, se vive fedel. Sia il solo dolore geloso timore, le pene e catene martire crudel.

Recitativo
E pur benché egli veda morta del suo servir - la speme istessa, vuole col suo languir - viver con essa.

Aria
Io godo, rido e spero ed amo più d’un core e so ridir perché. Se segue il mio pensiero un vagabondo amore, cercate voi dov’è!

Recitativo
In quanto a me, ritrovo del riso ogni diletto, se sprezzo dell’amore le sue severe leggi, ed il rigore.

Aria
Ben impari come se ama in amor chi vuol goder. Non ha pari alla mia brama il rigor del nume arcier.

Rezitativ
Eine verliebte Seele,
gefangen in der Liebe,
lebt zu unglücklich.
Der Schmerz, den sie nicht versteht,
wird größer und größer,
wenn sie sich der Liebe als Sklave ergibt.

Arie
Das arme Herz,
verwundet von der Liebe,
seufzt, [und]erzürnt, wenn es in Treue lebt.
Lass’ sein einziges Leiden
eifersüchtige Angst, und grausame Qualen seine Schmerzen und Ketten sein.

Rezitativ
Und obwohl er die Hoffnung selbst
im Minnedienst ersterben sieht,
möchte er mit ihr in seiner Sehnsucht leben.

Arie
Ich erfreue mich, lache und hoffe,
und liebe mehr als ein Herz,
und ich kann dir sagen, warum.
Wenn meine Gedanken
einer flatterhaften Liebe folgen,
dann gehe und suche, wo sie ist!

Rezitativ
Was mich angeht, werde ich
die Lust des Lachens wiederfinden,
wenn ich die harten Gesetze
und die Strenge der Liebe verspotte.

Arie
Lass den, der sich der Liebe freuen will,
erkennen, wie man mit Liebe umgeht.
Der Pfeil des Schützengottes
ist nicht so stechend wie meine Sehnsucht

[14-16] Georg Philipp Telemann: Gott will Mensch und sterblich werden

Arie
Gott will Mensch und sterblich werden,
daß der Mensch in seinem Wehe nicht vergehe:
Welch ein Merkmal hoher Treu!
Fordre, kann’s dein Witz erreichen,
Dir ein Zeichen, hier auf Erden,
Oder droben in der Höhe das so groß als dieses sei

Rezitativ
Nein, wenn ich gleich
der Morgenröte Flügel nähme
und bis ans Aüßerste des wilden Meeres käme;
ja!
Könnt ich mich gen Himmel schwingen
und wiederum von da
bis in den tiefsten Raum des Abgrunds dringen,
so find ich überall doch nichts so wunderreich,
als daß der unerschaff’ne Gott,
Jehovah Zebaoth,
zur Kreatur um uns geworden!
Immanuel tritt in der Menschen Orden
und machet sie von ihrer Sklaverei
in seinem Siege frei.

Die beiden wütenden Tyrannen,
die uns in Furcht gebracht,
der wilde Tod, und jener Fürst der Nacht,
erheben sich, durch ihn besiegt, von dannen.
Wohlan, ihr von dem Herrn so hochgeschätzte seelen, verlaßt die schwarzen Trauerhöhlen,
vergnüget euch am Glanze dieser Freudensonne:
dies große Wunderwerk erfordert große Wonne!

Arie
Immanuel ist da!
Triumph, halleluja!
Erfreuet euch, ihr Himmelsthronen,
samt allen, die auf Erden wohnen,
wir sind durch ihn dem Himmel wieder nah!
Was unsrer Seelen Angst erwecket,
hat Jesus in den Staub gestrecket,
auf welchen schon der Väter Hoffnung sah. Triumph, halleluja

 
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Cordaria
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Release date: 10th March 2003
Order code: SIGCD033
Barcode: 635212003329
 

 

1 Samuel Capricornus: Surrexit pastor bonus [4 13]
2 Tarquinio Merula: Cantate Jubilate [4:09]
3 Dietrich Buxtehude: Singet dem Herrn [8:26]
4 Daniel Purcell: Amintas [5:48]
Antonio Vivaldi: Lungi dal vago volto
5 Recitative [1:53]
6 Aria [7:07]
7 Recitative [0:43]
8 Aria
[4:13]
Georg Frederic Handel: Un’alma innamorata
9 Recitative and Aria [7:36]
10 Recitative [0:24]
11 Aria [4:37]
12 Recitative [0:17]
13 Aria [1:56]
Georg Philipp Telemann: Gott will Mensch und sterblich werden
14 Aria [3:46]
15 Recitative
[1:45]
16 Aria [2:10]
 
Total running time: [59:12]

 


 

[images/index.htm] 02 August 2008