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Music for Charles V
 

Chapelle du Roi
directed by Alistair Dixon


"Chapelle du Roi (14-strong here) sings with clarity, purpose and (as in Morales's Jubilate Deo) real passion"

International Record Review

  "As usual with this choir, the singing is first rate"

ClassicsToday.com

     
       

Kommentar

Im Jahr 2000 wurde nicht nur ein Jahrtausendwechsel gefeiert, sondern auch der 500. Geburtstag von Karl V. (1500 - 1558), einer der herausragendsten Figuren in der europäischen Geschichte. Karl war der Sohn Philipps von Burgund und Johanna der Verrückten, Enkelsohn von Maximilian I., Erbe der burgundischen Länder sowie der spanischen Krone und wurde 1519 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches erwählt.— In den ersten zwanzig Jahren seines Lebens erbte er so viele Ländereien und Königreiche von seinen Verwandten, dass er 1520 unangefochten der mächtigste Mann in Europa war. Karl strebte danach, das Haupt eines vereinten katholischen Kaiserreiches zu werden, hatte jedoch in seiner Regierungszeit mit drei schwerwiegenden Problemen zu kämpfen - der protestantischen Reformation in Deutschland, dem Konflikt mit König Franz I. von Frankreich (vor allem bezüglich der Vorherrschaft in Italien) und dem Vordringen der ottomanischen Türken.dynastic [meaning? A dynastic conflict is usually within the ruling house]

Ab seiner Thronbesteigung als Herzog von Burgund im Jahr 1515 unterhielt Karl eine Kapelle mit einem Musikensemble, ähnlich der berühmten burgundischen Kapelle seiner Vorfahren. Diese Kapelle stellte eine Reihe der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten ein, unter denen Nicholas Gombert, der dort bis etwa 1538 tätig war, zunächst die meiste Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Inzwischen finden jedoch auch die späteren Komponisten allmählich musikalische und musikwissenschaftliche Anerkennung, vor allem Thomas Crecquillon, der von 1540 bis circa 1545 als Kapellmeister diente und dann zum Hofkomponisten ernannt wurde.

Karl gehörte dem Orden vom goldenen Vlies an, auf dem die Tradition des L'homme arme armé basiert. Er soll ein gutes Musikgespür gehabt haben, und viele überlieferte Musikwerke stehen in direkter Verbindung mit seiner Person und Schirmherrschaft.

Auf dieser CD stellen wir eine Auswahl von Musikwerken aus Karls Lebens- und Regierungszeit vor - von seinen jungen Jahren bis zu seinem Tod im Jahre 1558.

Der Orden vom goldenen Vlies

Der ritterliche Orden vom goldenen Vlies wurde 1430 von Philipp dem Guten gegründet, und seine Mitglieder trafen sich in gewissen Zeitabständen, um Zeremonien abzuhalten oder neue Mitglieder einzuweihen. Der Orden gab offensichtlich musikalische Werke in Auftrag, unter denen viele um das Lied was responsible foringL'homme armé kreisen. Wir wissen recht wenig über dieses Lied; es steht nicht fest, ob es sich dabei um eine eigenständige Melodie oder die Tenorstimme eines Chansons handelt. Wurde es - wie Pietro Aaron 1523 behauptete - von Anthoine Busnoyis (c.1430—–1492) verfasst, dem Komponisten einer der ersten Messevertonungen, die auf diesem Lied basieren, oder müssen wir es als anonym einordnen?

Das eindeutig militärische Thema weist auf das Hauptanliegen von Karl und der westlichen Welt seit dem Fall Konstantinopels hin – die türkische Bedrohung. Das Bild der Kirche Christi, die sich gegen den Feind wappnet, stammt aus der Zeit der Kreuzzüge, und es lässt sich leicht nachvollziehen, wie verlockend es im 15. und 16. Jahrhundert gewesen sein muss, die Liturgie mit metaphorisch „gewappneter” Musik zu feiern – d.h. mit sakralen Kriegsliedern.it ben Musikalisch gesehen ist es ohne weiteres verständlich, warum sich die Melodie L'homme armé mit ihrer fließenden Linienführung und einnehmenden rhythmischen Charakterzügen ideal für einen Cantus firmus oder eine Vertonung eignet. Viele der bedeutenden Renaissance-Komponisten verwendeten die Melodie L’homme armé für ihre Messevertonungen; anscheinend galt dies als eine Reifeprüfung für den Aufbau ihrer Karriere. [Point out that virtually every serious composer did at least one L’homme armé mass, to show he was a serious composer, irrespective of particular occasions?]

Die kaiserliche Hochzeit

Die fünfstimmige Missa L’homme armé des großen spanischen Komponisten Cristóobal de Morales (der sein Geburtsjahr mit Karl V. teilt und 1553 verstarb) hat eine ungewisse Herkunft. [not certain]Ihr komplizierter Aufbau und weitere stilistische Eigenheiten deuten darauf hin, dass es sich dabei um ein frühes Werk handelt. Die Morales-Expertin Alison McFarland hat die These aufgestellt, dass das Werk möglicherweise als Hochzeitsgeschenk für Karl und Isabella von Portugal gedacht war.

Wenn dies tatsächlich Morales’ Absicht war, so wurden seine Pläne letztendlich durch die äußeren Umstände, unter denen die Vermählung stattfand, zerschlagen. Karl und Isabella heirateten in Seville am Samstag den 10.März 1526, d.h. Ende der vierten Fastenwoche! Gewöhnlich durfte in der Fastenzeit nicht geheiratet werden, und scheinbar erhielt der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches nur deshalb eine Sondergenehmigung, weil er sich bereit erklärte, die Trauung nachts um 1 Uhr und nur mit gregorianischem Gesang zu feiern.

<Leofranc – could we quote from the reference here that you dug out describing the wedding?>Certainly. (But it was you who told us about the time: email of 4 March 2000.)

Alle Sätze der Messe sind von der Melodie L'homme armé beherrscht, sie wird als Leitmotiv und gelegentlich als Cantus firmus eingesetzt. Morales bedient sich verschiedener Texturen, in bestimmten Passagen reduziert er die Sänger auf drei Stimmen, während er im letzten Anruf des Agnus dei den vollen Klang von sechs Stimmen einsetzt.

Morales’ Polyphonie ist umgeben von vier gregorianischen Psalmengesängen für das Dreifaltigkeitsfest, die sicherlich aufgeführt worden wären, hätte die Vermählung zu einem geeigneteren Tag im Kirchenkalender stattgefunden.

Auf der Reise nach Barcelona im Jahr 1519 erhielt Karl die Nachricht, dass sein Großvater Maximilian von Österreich gestorben war. Innerhalb weniger Tage hielt Karl sowohl die Beisetzungsfeierlichkeiten als auch ein Treffen mit dem Orden vom goldenen Vlies ab. Es gibt Gründe zur Annahme, dass Teil des berühmten Manuskripts Barcelona M454 für dieses Treffen kopiert wurde. Es enthält ein reichhaltiges Musikrepertoire von internationalen Komponisten, vor allem Niederländern, unter denen viele Messervertonungen von L'homme armé verfasst haben. Der bedeutendste Name unter ihnen ist Josquin mit seiner berauschenden vierstimmigen Vertonung einer Textversion von Ave Maria. Josquin erweist sich in seiner Behandlung der stimmlichen Texturen als ein wahrer Meister: In zweistimmigen Abschnitten wechseln die oberen Stimmen mit den unteren ab, doch trotz dieser musikalischen Sparsamkeit gelingt es ihm, eine erhabene Klanglandschaft zu schaffen.

In Barcelona wurde Karl als Nachfolger seines Großvaters zum Heiligen Römischen Kaiser erwählt, und 1520 reiste er nach Deutschland.

Karls Regierungszeit war größtenteils von Kriegen und Kämpfen innerhalb Europas geprägt – vor allem mit Franz I. von Frankreich um die Herrschaft über Italien. Der Friedenspakt mit Franz im Jahr 1538 - der sich leider als sehr kurzlebig erwies - bot Anlass zu einer großen Feierlichkeit. Im Auftrag seines Dienstherren Papst Paul III. verfasste MoralesCristobal (c.1500—1533) Jubilate Deo, eine breit angelegte sechsstimmige Motette. Sie setzt einen Kanon in der Tenorstimme ein, und obwohl der Text sich auf eine spezifische Situation bezieht, blieb die Motette bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts hinein populär und erschien in mindestens zwei Druckauflagen. Jedenfalls muss sie noch kursiert haben, als Victoria, ein späterer spanischer Komponist in Rom, zufällig auf sie stieß und Morales’ Vorlage als Ausgangspunkt für seine Messe, die Missa Gaudeamus, benutzte.

Die großzügige Förderung der Musik an den Königshöfen des 16. Jahrhunderts war nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern der öffentliche Ausdruck königlicher Macht. Dies erklärt, warum die für Regenten komponierte Musik so häufig himmlische und irdische Elemente miteinander verquickte. Erstaunlich ist, dass Karls Hofkomponist Thomas Crecquillon was master of Charles’s chapel from 1540 until about 1545 when he became court composer[said already].Thomas Crecquillon trotz seines beachtlichen hinterlassenen Korpus an herrlicher Musik heute so sehr unterschätzt ist und viele seiner Werke fälschlicherweise anderen Komponisten wie -Morales und Clemens non Papa zugeschrieben werden. Karl hingegen schätzte Crecquillons Musik ganz besonders und bezeichnete ihn als den wahrhaftigen Orpheus seiner Zeit.

Anfang 1546 fand ein weiteres großes Treffen des Ordens vom goldenen Vlies in Utrecht statt, dem u.a. Franz I. von Frankreich und Heinrich VIII. von England beiwohnten. Aus zeitgenössischen Berichten geht hervor, dass es sich dabei um ein berauschendes Ereignis mit zahlreichen zeremoniellen Gottesdiensten und üppigen Festgelagen gehandelt haben muss. Wir können mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass Crecquillon seine herrliche achtstimmige Motette Andreas Christi famulus, die an den Schutzheiligen des Ordens gerichtet ist, für diesen Anlass komponierte.

Um 1550 neigte sich Karls Regierungszeit ihrem Ende zu, doch der junge Komponist Orlandus Lassus stand noch am Anfang seiner Karriere und suchte nach Beförderung. Lassus trug sich offensichtlich mit der Hoffnung, Karls angesehener Capilla Flamenca beitreten zu können, und in der weltlichen und „politischen“ Motette Heroum Soboles wendet er sich ganz direkt an Karl. Leider blieben seine Bemühungen erfolglos, doch Karls Minister, BischofArch Granvelle von Arras (später Erzbischof von [notMechelen), dem Lassus seine Motette zugeschickt hatte, nahm sie in seine erste Sammlung till 1559], Il primo libro de motetti auf und verhalf dem Komponisten somit zu einer Stelle am Hof des Herzogs Albrecht von Bayern - einem ebenso prunkvollen Zentrum musikalischen Schaffens.

Karls Abdankung und sein „offizieller” Rückzug in den Ruhestand im Jahr 1556 waren nicht von den glücklichsten Umständen gesegnet. Es war ihm eindeutig nicht gelungen, die Protestanten zurück in den Schoß der katholischen Kirche zu führen, und durch die Verteilung und Abgabe seines Kaiserreichs an Philipp und Ferdinand untergrub er endgültig seinen eigenen Versuch, ein vereintes katholisches Europa zu schaffen.sHis reign had brought together Europe in a way that has not yet been achieved even by the European Union of the twentieth century. [Meaning what? You go on to show he failed to hold the Church together, and neither England nor France was ever part of the Empire as they are of the EU.]

Wenn er während der beiden letzten Jahre seines Lebens im Ruhestand von diesen Gedanken gequält war, mag der Tod vielleicht eine Erlösung für ihn gewesen sein. Im ganzen Kaiserreich wurden Beisetzungsfeierlichkeiten abgehalten, undwould have been [sounds like a conjecture; don’t we know?] Don Fernando de las Infantas, ein Höfling von Karls Sohn Philipp II. von Spanien, verfasste eine Vertonung von Parce Mihi Domine , dem bekanntesten Text unter denen aus der Morgenmesse pro defunctis.

Translation Margarete Forsyth

Gesangstexte

[1] Cantus L’homme armé

L'homme armé doibt on doubter On a fait partout crier Que chascun se viegne armer D'un haubregon de fer.

Der gewappnete Mann sollte gefürchtet werden. In allen Landen wurde verkündigt, Dass sich jeder Mann wappnen soll Mit einem eisernen Panzerhemd.

Messe L’homme armé und hochzeitliche Psalmengesänge

[2] Introitus: Benedicta sit sancta

Benedicta sit sancta trinitas atque indivisa unitas: confitebimur ei: quia fecit nobiscum misericordiam suam.

Benedicamus patrem et filium cum sancto spiritu: laudemus et super exaltemus eum in secula.

Gloria patri et filio et spiritui sancto: sicut erat in principio et nunc et semper: et in saecula saeculorum. Amen.

Gesegnet sei die Heilige Dreifaltigkeit und Dreieinigkeit. Gelobt sei der Herr, denn er hat sich unser erbarmt.

Gesegnet sei der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Wir loben und preisen Gott im Himmel.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war am Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

[3] Kyrie

Kyrie eleison.
Christe eleison.
Kyrie eleison.

Herr, erbarme dich unser,
Christus, erbarme dich unser,
Herr, erbarme dich unser.

[4] Gloria

Gloria in excelsis Deo, et in terra pax hominibus bonae voluntatis. Laudamus te. Benedicimus te. Adoramus te. Glorificamus te. Gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam. Domine Deus, Rex coelestis, Deus Pater omnipotens.

Domine Fili unigenite, Jesu Christe, Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris, Qui tollis peccata mundi miserere nobis. Qui tollis peccata mundi, suscipe deprecationem nostram. Qui sedes ad dexteram Patris, miserere nobis.

Quoniam tu solus Sanctus, Tu solus Dominus, Tu solus Altissimus, Jesu Christe, Cum Sancto Spiritu, in gloria Dei Patris. Amen.

Ehre sei Gott in der Höhe! Und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind. Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an, wir verherrlichen Dich! Wir danken dir ob deiner großen Herrlichkeit. Herr Gott, König des Himmels, Gott, allmächtiger Vater.

Eingeborener Sohn Jesus Christus, Herr Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters. Der du trägst die Sünden der Welt, erbarme dich unser. Der du trägst die Sünden der Welt, höre unser Flehen. Der du sitzest zur Rechten des Vaters, erbarme dich unser.

Denn du allein bist heilig, du allein bist der Herr, du allein der Allerhöchste, Jesus Christus; mit dem Heiligen Geiste in der Herrlichkeit des Vaters. Amen.

[5] Credo

Credo in unum deum, patrem omnipotentem, factorem celi et terre, visibilium omnium et invisibilium.

Et in unum dominum Jesum Christum, filium dei unigenitum: et ex patre natum ante omnia secula. Deum de deo, lumen de lumine, deum verum de deo vero. Genitum, non factum, consubstantialem patri per quem omnia facta sunt. Qui propter nos homine et propter nostram salutem descendit de celis.

Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine: et homo factus est. Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato. Passus, et sepultus est.

Et resurrexit tertia die, secundum scripturas, et ascendit in celum, sedet ad dexteram patris. Et exspecto resurrectionem mortuorum et vitam venturi seculi. Amen.

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren.

Und an den einen Herrn, Jesus Christus, den eingeborenen Sohn Gottes und aus dem Vater geboren vor aller Zeit. Gott von Gott, Licht aus dem Licht, wahrer Gott vom wahren Gott; gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch den alles geschaffen wurde. Der für uns Menschen und unseres Heiles willen vom Himmel herabstieg.

Der durch den Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau Fleisch angenommen hat; und der Mensch geworden ist. Der gekreuzigt wurde für uns unter Pontius Pilatus, der starb und begraben wurde.

Und auferstanden ist am dritten Tag gemäß der Schrift. Der aufgefahren ist in den Himmel und sitzest zur Rechten des Vaters. Und ich erwarte die Auferstehung der Toten und ein ewiges Leben. Amen.

[6] Alleluia: Qualis pater

Alleluia. Qualis pater: talis filius: talis est spiritus sanctus.

Halleluja. Wie dem Vater, so dem Sohn und dem Heiligen Geist.

[7] Offertory: Benedictus sit Deus

Benedictus sit deus pater unigenitusque dei filius sanctus quoque spiritus: quia fecit nobiscum misericordiam suam.

Gesegnet sei Gott der Vater und sein eingeborener Sohn und der Heilige Geist, denn er hat uns seine Gnade erwiesen.

[8] Sanctus

Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus Deus sabaoth. Pleni sunt celi et terra gloria tua. Hosanna in excelsis.

Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe!

[9] Benedictus

Benedictus qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

Gebenedeit sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!

[10] Agnus Dei

Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du trägst die Sünden der Welt, erbarme dich unser.
Lamm Gottes, das du trägst die Sünden der Welt, erbarme dich unser.
Lamm Gottes, das du trägst die Sünden der Welt, schenk uns Frieden.

[11] Communion: Benedicimus Deum

Benedicimus deum caeli, et coram omnibus viventibus confitebimur ei: quia fecit nobiscum misericordiam suam.

Wir segnen Gott im Himmel und preisen ihn angesichts alles Lebendigen, denn er hat uns seine Gnade erweisen.

[12] Ave Maria

Ave Maria, gratia plena, Dominus tecum Virgo serena.
Ave coelorum Domina, Maria plena gratia coelestia, terrestria, mundum replens laeticia.
Ave cuius nativitas, Nostra fuit solemnitas, ut lucifer lux oriens, verum solem praeveniens.
Ave pia humilitas Sine viro foecunditas, cuius annunciatio Nostra fuit salvatio.
Ave vera virginitas immaculata castitas, cuius purificatio nostra fuit purgatio.
Ave praeclara omnibus angelicis virtutibus, cuius fuit assumptio nostra glorificatio.
O Mater Dei, memento mei. Amen.

Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir, O milde Jungfrau.
Gegrüßt seist du, Himmelskönigin, Maria, voll der Gnade. Du erfüllst Himmel und Erde Und alle Welt mit Freuden.
Gegrüßt seist du, deren Geburt Für uns ein Fest war. Du erstrahlst wie der Morgenstern, Bevor die Sonne erwacht.
Gegrüßt seist du, O heilige Demut Und jungfräuliche Fruchtbarkeit. Deine Verkündigung War unsere Errettung.
Gegrüßt seist du, wahre Jungfrau, unbefleckte Keuschheit. Deine Reinigung War unsere Läuterung.
Gegrüßt seit du, Erhabene, Die du den Engeln gleichst. Deine Himmelfahrt War unsere Verherrlichung.
O Mutter Gottes, Gedenke mein. Amen.

[13] Qui colis Ausoniam

Qui colis Ausoniam glebae felicis arator Qua Bacchi et Cereris munera sponte fluunt Qui toties fatis gemuisti pressus iniquis Orbe alio assidue dum novus hostis adest Pone aras accende focos pia thura cremato Gaudia vox lytui cornua sistra sonent

Perpetuum Clemens foedus cum Caesare pacis Sanciit ut fessae ferret opem patriae Bifrontisque deam Iani conclusit in aede Tranquillo aeternum regnet ut haec Latio Quam Caroli sanctique Patris concordia corda Quam bene nunc gemino tutus es imperio.

Du, der du in Italien lebst und den fruchtbaren Boden bestellst, Wo die Gaben von Bacchus und Ceres von selber fließen, Du, der du so oft vom ungerechten Schicksal geknechtet wurdest, Während schon der neue Feind gnadenlos von anderen Kontinenten droht, Errichte deine Altare, entzünde deine Feuer und den heiligen Weihrauch Und lasse Stimme, Trompeten, Hörner und Glocken vor Freude erschallen.

Clemens hat diesen ewigen Friedenspakt mit Cäsar vereinbart, Um seinem erschöpften Land Hilfe zu spenden, Und im Tempel des doppelgesichtigen Gottes Janus geschlossen, Dass dieser Friede für ewig im ruhigen Latium herrschen möge. Wie einstimmig schlagen die Herzen von Karl und dem Heiligen Vater! Wie wahrhaft geschützt bist du nun unter ihrer Zwillingsherrschaft.

[14] Jubilate deo

Jubilate deo, omnis terra cantate omnes, jubilate et psallite quoniam suadente Paulo, Carolus et Franciscus, principes terrae, convenerunt in unum et pax de caelo descendit.

O felix ætas, O felix Paule, O vos felices principes qui christiano populo pacem tradidistis. Vivat Paulus. Vivat Carolus. Vivat Franciscus. Vivant, vivant sumul et pacem nobis donent in aeternum.

Freut euch des Herrn, alle Lande, singt ihm, jauchzet und lasset Musik erschallen, denn die Prinzen der Welt haben sich auf den Rat von Paul, Karl und Franz hin geeinigt und der Friede ist vom Himmel herabgestiegen.

O glückliche Zeit, O glücklicher Paul, O ihr glücklichen Prinzen, die ihr den christlichen Völkern den Frieden geschenkt habt. Lang lebe Paul! Lang lebe Karl! Lang lebe Franz! Mögen sie alle lange leben und uns ewigen Frieden geben!

Cantus firmus: Freut euch!

[15] Andreas Christi famulus

Andreas Christi famulus dignus deo apostolus germanus Petri, et in passione socius.

Dilexit Andream dominus in odorem suavitatis O Jesu Christe fili dei ora pro nobis.

Sanctus Andreas gaudet in caelis. Amen.

Andreas, ein Diener Christi, ein würdiger Jünger des Herrn, Bruder des Petrus und dessen Leidensgenosse.

Der Herr liebte Andreas wie einen süßen Duft, O Jesus Christus, Sohn Gottes, bete für uns.

Sankt Andreas freut sich im Himmel! Amen

[16] Heroum Soboles

Heroum soboles, amor orbis, Carole, nostri solus es, afflicto Musarum tempore alumnos qui colis et facili largiris munera dextra: propterea celebrat te Musica diva libenter, laudibus et meritis ad sidera tollere gestit: vive diu, Austriacae spes optima maxima gentis.

Nachkömmling von Helden, geliebt von der Welt, Karl, du allein kannst deine Untertanen beschützen und reich beschenken: Daher feiert dich himmlische Musik mit Freuden, Und findet Ergötzen daran, dich zu preisen und zu den Sternen zu erheben: Lang mögest du leben, du beste und größte Hoffnung des österreichischen Volkes.

[17] Parce mihi

Parce mihi Domine nihil enim sunt dies mei. Quid est homo, quia magnificas eum? Aut quid apponis erga eum cor tuum? Visitas eum diluculo, et subito probas illum? Usquequo non parcis mihi, nec dimittis me, ut glutiam salivam meam?

Peccavi, quid faciam tibi, O custos hominum? Quare me posuisti, contrarium tibi et factus sum mihimetipsi gravis? Cur non tollis peccatum meum, et quare non aufers iniquitatem meam? Ecce nunc in pulvere dormiam; et si mane me quaesieris, non subsistam.

Verschone mich, Herr, denn meine Tage zählen nichts. Was ist der Mensch, dass du ihn erhebst? Und warum solltest du dein Herz auf ihn setzen? Und warum besuchst du ihn jeden Morgen und versuchst ihn ohne Unterlass? Wirst du nicht von mir weichen, noch mich verlasen, bis ich meinen Speichel schlucke?

Ich habe gesündigt, was soll ich dir tun, O Erretter der Menschheit? Warum hast du mich dir gleichgesetzt, so dass ich mir selber zur Last werde? Warum verzeihst du nicht meine Missetaten und tilgst meine Sünden? Denn nun werde ich im Staube schlafen, und in der Früh wirst du mich vergeblich suchen.

 
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Kommentar
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Chapelle du Roi
Release date: June 2004
Order code: SIGCD019
Barcode: 63521200192
 

 

1 Anon: Cantus L'homme armé [1.01]
Cristóbal Morales: Missa L'homme armé
Plainchant Propers for the feast of the Holy Trinity
2 Introit: Benedicta sit sancta [4.04]
3 - Kyrie [3.30]
4 - Gloria [6.45]
5 - Credo [1.07]
6 Alleluia: Qualis pater
[10.23]
7 Offertory: Benedictus sit Deus [1.24]
8 - Sanctus [3.25]
9 - Benedictus [2.56]
10 - Agnus Dei
[6.24]
11 Communion: Benedicimus Deum [1.01]
12 Josquin des Pres: Ave Maria [5.52]
13 Nicolas Gombert: Qui colis Ausoniam [6.47]
14 Morales: Jubilate deo [4.53]
15 Thomas Crecquillon: Andreas Christ famulus [5.05]
16 Orlando di Lassus: Heroum soboles [3.07]
17 Don Fernando de las Infantas: Parce mihi Domine [8.03]
 
Total running time: [75:49]

 


 

[images/index.htm] 02 August 2008