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Francisco Guerrero
Music for Vespers and the Requiem

 

Chapelle du Roi
Directed by Alistair Dixon


"the performances are faultless and the recorded balance ideal. I find it impossible to criticise the singers. The speeds are well judged and any lover of renaissance music would find this disc a worthwhile investment even if the music is restrained and coolly beautiful"

Ludvig Van Web

   

       

   



Francisco Guerrero war der bekannteste und angesehenste Komponist in Spanien während der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. In unserer Zeit steht er im Schatten des eine Generation älteren Morales sowie Victorias, der über zwanzig Jahre jünger als Guerrero war. Wenn wir heute Victoria für den größten Meister seiner Ära halten, so liegt dies teilweise daran, daß seine Werke seit langer Zeit veröffentlicht und vielfach aufgeführt werden. Guerreros weitaus vielseitigeres Musikerbe wurde noch immer nicht vollständig veröffentlicht und die meisten seiner gedruckten Werke in modernen Ausgaben sind erst in den letzten zwanzig Jahren erschienen.

Der äußerst populäre Komponist starb am 8. November 1599 im Alter von einundsiebzig Jahren, nachdem er den größten Teil seines Lebens im Dom von Sevilla tätig war. Sein Ruhm verbreitete sich über Spanien, Portugal und die Neue Welt. Über mehr als zwei Jahrhunderte wurden seine Werke immer wieder kopiert, adaptiert und imitiert. Einige seiner herrlichsten Motetten dienten seinen jüngeren Zeitgenossen und viel späteren Nachfolgern als Messevorlagen; seine Magnifikats galten noch hundert Jahre nach seinem Ableben als Paradigmen.

Im Mittelpunkt des heutigen Interesses stehen-zumindest von künstlerischer Seite her-seine bezaubernden Motetten und marianischen Antiphone sowie einige seiner Messen. Das auf dieser Aufnahme von Chapelle du Roi vorgestellte Programm konzentriert sich auf zwei andere Kompositionsarten, die untrennbar mit den traditionellen liturgischen Gesängen des damaligen Spaniens verbunden sind. Die Formen und Melodien dieser Gesänge (dem Cantus planus oder der Mensuralmusik), die Art der Rezitation und Repetition der Texte sind ausschlaggebend für das musikalische Resultat und bestimmen die allgemeinen Strukturen des Komponisten sowie den Hauptteil des formalen Details. Die Gesangsmelodien durchdringen die Musik fast durchgehend. 

Die von Guerrero für die Vespern von Allerheiligen (1. November) vertonten Psalmen beginnen mit Dixit Dominus und Confitebor tibi, Domine, in denen die Verse abwechselnd zu einfacher Polyphonie, unter Einbeziehung der Psalmtöne gesungen werden sollten-der erste Psalm basierend auf Ton I und der zweite auf Ton VII. Die Wahl der Töne wird von den Modi der Antiphonen bestimmt, die mit den Psalmen eines bestimmten Kirchenfestes verbunden waren. Der dritte Psalm, Beatus vir, wird hier nur als Cantus vorgetragen, und zwar zu Ton VIII. Beim vierten Psalm, Laudate pueri Dominum, werden die geraden Verse unter Verwendung von fabordón gesungen, eine Technik, bei der einfache Akkorde und eine Kadenz Vers für Vers den Worten angepaßt werden, ähnlich dem italienischen falsobordone oder der späteren Entwicklung des anglikanischen Gesangs. Dieses Beispiel stammt von Guerreros jüngerem Freund Rodrigo Ceballos. Es basiert auf Ton VIII, doch mit einem anderen Versende.

Der letzte der fünf Psalmen für die Vespern von Allerheiligen ist Guerreros kürzester und basiert wiederum auf Ton VIII. Seine Doxologie, Gloria Patri... geht in einen Dreiertakt über-ein lebhaftes Ende. In der Tat sind die letzten Verse von Guerreros Psalmen alle auf verschiedene Weisen eindrucksvoll. Für den Abschluß des Dixit Dominus muß der Chor auf sechs Stimmen ausgeweitet werden und Confitebor geht von der normalen Vierstimmigkeit in Fünfstimmigkeit über. Dies sind keine außergewöhnlichen Verfahrensweisen, doch Guerreros Vielseitigkeit und Subtilität innerhalb einer selbst auferlegten, disziplinierten Prägnanz und völligen Verpflichtung zu Melodien des Cantus planus zeigen, warum seine Vespernmusik in der spanischen Welt so viel bewundert, eingesetzt und nachgeahmt wurde.

Beim Feiern von Vespern folgen den Psalmen gewöhnlich zwei weitere wichtige Texte-die Hymne und das Magnifikat. Der Hymnentext, der meistens aus fünf bis sieben Versen bestand, war für die Liturgie, einen Heiligentag oder
ein anderes Kirchenfest vorgesehen-in
diesem Programm für Allerheiligen-und traditionellerweise wurden die Verse von den entgegengesetzten 'Seiten' des Chores als Antiphonen gesungen. Der vielstimmige Gesang war weitverbreitet, obwohl ein instrumentaler Eingriff seitens der residierenden Bläsergruppe von Schalmeien, Kornetten und Dudelsäcken oder der Orgel durchaus gestattet war. Guerrero komponierte einen Zyklus von dreiundzwanzig Hymnen für die Vespern vieler bedeutender Kirchenfeste sowie das reguläre Kirchenjahr. In diesen bedient er sich einer recht kunstvollen Polyphonie.

Guerrero folgt den herrlichen Beispielen von Morales und Costanzo Festa sowie Wegbereitern aus Sevilla wie Escobar und Peñalosa und behält das im fünfzehnten Jahrhundert entwickelte Modell bei, in dem die Planus- (oder Mensural-) Melodie der Hymne immer in einer der Stimmen anwesend ist. Manchmal wird sie buchstäblich zitiert, häufig gestreckt, verziert oder abgewandelt, doch sie ist immer deutlich zu vernehmen. Die Vespernhymne für Allerheiligen, Christe, redemptor omnium, ist eines der beeindruckendsten von Guerreros Hymnen in dieser Form.

Der Höhepunkt der Vespern ist der stets gleichbleibende Text des Lobgesangs der gesegneten Jungfrau-das Magnifikat. Dieses Freudenlied hat Komponisten aus allen Epochen, vom späten Mittelalter bis zur heutigen Zeit, immer wieder fasziniert und offensichtlich zu besonders heiteren und funkelnden Kompositionen angeregt. Guerreros Vertonung auf dem vierten Ton mag zurückhaltender als manche anderen sein, doch sie hat in ihrer Molltonart eine sehnsüchtige Qualität, gesteigert durch die erhöhenden Akzidentien, die den Rezitationston nicht nur in Guerreros Polyphonie sondern auch im Gesang färben. Dies ist eine (für das Spanien aus dem 16. Jahrhundert typische) Abwandlung des vierten Tons, die eindeutig in einer Reihe zeitgenössischer Gesangsbücher notiert ist, wie etwa dem Intonarium Toletanum (1515) und insbesondere dem Cantus planus-Führer (Breve instrucción de canto llano-Sevilla, 1565), verlegt von Luys de Villafranca, dem langjährigen Kollegen Guerreros als Gesangsmeister am Dom von Sevilla.

Die gesamte Vespernmusik stammt aus Guerreros Liber vesperarum (Rom, 1584), und unser Wissen über die semi-mensurale Technik der Psalmodie in Spanien stammt aus seinen eigenen abgedruckten Intonationen sowie den Unterlagen von Villafranca. Dies ist sowohl in theoretischen als auch praktischen Büchern ab circa 1450 bis 1890 ausreichend belegt. Wir müssen daher die Planus-Technik moderner Zeiten (z.B. Solesmes) fallenlassen und statt dessen viele starken Silben verlängern und andere verkürzen. Guerrero hätte dies erwartet.

Im Anschluß an die Vespernmusik wählte Alistair Dixon eine wunderschöne Motette für Palmsonntag als Zwischenspiel, als Ruhepunkt vor der Darbietung des Requiems. O Domine Jesu Christe ist ein nicht-liturgischer Text, in dem der verwundete Erlöser am Kreuz angebetet wird. Guerrero verleiht ihm einen tragischen Ausdruck. Es ist zu einem seiner beliebtesten Werke geworden. Er vertonte den Text zweimal; die vorliegende Version ist die von 1570, die später neu gedruckt wurde. Eine ganz andere Vertonung wurde 1589 veröffentlicht.

Die vielstimmige Vertonung des Requiems (Missa pro defunctis) entwickelte sich erst recht spät. Das Ordinarium missae-Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei-bestand in der gesamten westlichen Kirche aus Standardtexten, obwohl nicht alle Komponisten unbedingt alle von ihnen vertonten; Ockeghems Requiem enthält nur das Kyrie (zumindest in seiner überlieferten Form). Die Komponisten des sechzehnten Jahrhunderts vertonten gewöhnlich die Worte des Ordinarium missae und des Proprium missae-Introitus, Graduale, Tractus, Offertorium und Communio-obwohl diese in Text und Melodie von Land zu Land oder gar in den einzelnen Diözesen unterschiedlich waren. Infolge der Reformen des Konzils von Trent wurden diese für alle diözesanen Verwendungen des römischen Ritus standardisiert, und der Sequenz-Dies irae-war Pflicht. Diese neuen Disziplinen sind in dem römischen Missal niedergelegt, das 1570 von Pius V herausgegeben wurde.


Das neue Missal wurde in Sevilla im Januar 1575 nach entsprechenden Vorbereitungen übernommen. Guerrero revidierte pflichtbewußt seine Vertonung der Totenmesse. Diese neue Version erschien im Jahre 1582. Der Komponist nahm einige kleine Änderungen an denjenigen Sätzen vor, die beibehalten werden durften. Allerdings schrieb er das Benedictus vollständig um. Veraltete Texte mußten beseitigt werden, andere abgeändert, um sie den römischen Texten anzugleichen. Demzufolge ist die Version von 1582 bekannter und wird daher eher aufgeführt.

Die vorliegende Aufnahme stellt Guerreros nicht überarbeitete Missa pro defunctis vor, die 1566 in Paris gedruckt wurde; sie folgt der prä-tridentinischen Tradition von Sevilla. Guerrero baut die gesamte Musik der Messe auf Melodien des Cantus planus auf, die ganz deutlich in einer der Stimmen (meistens einer oberen) zu hören sind. Dabei handelt es sich ausschließlich um traditionelle spanische Melodien oder zumindest spanische Varianten allgemein verwendeter Melodien. Der Tractus wird zweimal dargeboten: der eine, Sicut cervus mit seinem Vers Sitivit anima, wird in der Sevilla Missal für die Verwendung in Beisetzungsfeierlichkeiten von Mitgliedern des Klerus angeführt, der zweite, Dixit Dominus: Ego sum resurrectio, für die Verwendung in der Osterzeit. Letzterer wird am Ende dieser Aufnahme vorgestellt. Das Offertorium-Domine Jesu Christe-ist nicht revidiert und verwendet den Satz 'ne cadant in obscura tenebrarum loca' anstatt des knappen '....in obscurum' des Missals von 1570. Guerrero komponierte keine Musik für die beiden langen Verse Hostias et preces und Redemptor animarum des Missals von Sevilla. Wir haben den ersten Vers als Cantus planus wiedergegeben (aus einem Prozessionsbuch von 1563), so daß der Vers und die Wiederholung von Quam olim Abrahae ordnungsgemäß eingehalten werden.

Die Vertonungen des Sanctus, Benedictus und dreifältigen Agnus Dei werden in nicht überarbeiteten Versionen wiedergegeben. Ihnen folgt eine ungewöhnliche Erscheinung. Lux aeterna, die Communio (Guerrero nennt sie Communicanda, ein Begriff, der schon lange in Spanien gängig war), beginnt und endet mit den üblichen Worten, doch sie enthält einen spätmittelalterlichen Vers, der vor den Reformen weitverbreitet war. Wir begegnen ihm auch an anderen Stellen wie etwa in der englischen Sarum-Tradition. Guerrero vertonte seine Communio in zwei Versionen-einmal für vier und dann für fünf Stimmen. Das gleiche tat er, als er seine reformierte Totenmesse (1582) mit dem reformierten Text schrieb. Beide der Versionen von 1566 werden von Chapelle du Roi vor der Entlassung gesungen, gefolgt von dem alternativen Tractus für die Osterzeit. Somit wird auf dieser Aufnahme Guerreros gesamte Musik für sein prä-tridentinisches 'Requiem' vorgeführt.

Die kühle Schönheit der Musik, die unprätentiösen Proportionen und ruhige Entfaltung alter Melodien zu den ehrwürdigen Texten enthüllen Guerreros Haltung gegenüber seiner Kunst als Ausdruck frommer Hingabe und Kontemplation. Sie zeichnet sich durch eine Stille und zeremonielle Förmlichkeit aus, die in den Zeiten leidenschaftlicher religiöser Konflikte unter Umständen untergegangen wären.
Bruno Turner, 1999


[1] Dixit Dominus

Dixit Dominus domino meo: Sede a dextris meis. 
Donec ponam inimicos tuos: scabellum pedum tuorum.
Virgam virtutis tuae emittet Dominus ex Sion: dominare in medio inimicorum tuorum. 
Tecum principium in die virtutis tuae in splendoribus sanctorum: ex utero ante luciferum genui te.
Juravit Dominus, et non poenitebit eum: Tu es sacerdos in aeternum secundum ordinem Melchisedech. 
Dominus a dextris tuis: confregit in die irae suae reges.
Judicabit in nationibus, implebit ruinas: conquassabit capita in terra multorum.

De torrente in via bibet: propterea exaltabit caput. 
Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto. 

Sicut erat in principio et nunc et semper: et in saecula saeculorum. Amen.


The Lord said unto my Lord: sit thou at my right hand, until I make thine enemies thy footstool.

The Lord shall send the rod of thy strength out of Zion: rule thou in the midst of thine enemies.
Thy people shall be willing in the day of thy power, in the beauties of holiness from the womb of the morning: thou hast the dew of thy youth.
The Lord hath sworn, and will not repent: 
thou art a priest for ever after the order of Melchisedech.
The Lord at thy right hand: shall strike through kings in the day of his wrath.
He shall judge among the heathen, he shall fill the places with the dead bodies: he shall wound the heads over many countries.
He shall drink of the brook in the way: therefore shall he lift up his head. 
Glory be to the Father, the Son and the Holy Ghost.
As it was in the beginning, is now and ever shall be: world without end. Amen.


Spruch des Herrn für meinen Herrn: setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner Füße. 
Den Stab deiner Macht wird der Herr aus Zion ausstrecken: herrsche inmitten deiner Feinde. 
Dein Volk ist voller Willigkeit am Tage deiner Macht. In heiliger Pracht, aus dem Schoß der Morgenröte habe ich dich wie Tau gezeugt. 
Geschworen hat der Herr, und es wird ihn nicht gereuen: du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks.
Der Herr zu deiner Rechten zerschmettert Könige am Tag seines Zorns. 
Er wird richten unter den Nationen, er füllt Täler mit Leichen: das Haupt über ein großes Land zerschmettert er. 
Auf dem Weg wird er trinken aus dem Bach, darum wird er das Haupt erheben. 
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Dios dijo a mi Señor: siéntate a mi diestra, 
hasta que ponga a tus enemigos por escabel de tus pies.
Dios enviará desde Sión el cetro de tu poder: 
reina en medio de tus enemigos.
Tu pueblo te regozijará el día de tu poder, 
en la belleza de la santidad.
Del seno de la aurora
tienes el rocio de tu juventud.
Juró el Señor, y no se arrepentirá: 
tu eres sacerdore por la eternidad 
según el orden de Melquisedec.
El Señor está a tu diestra:
quebrantará a los reyes en el dia de su ira.
Juzgará entre las naciones,
cubrira de muerte sus campos:
quebrantará las cabezas en muchas tierras.
Beberá del arroyo del camino,
por lo cual erguirá la cabeza. 
Gloria al Padre, al Hijo y al Espiritu Santo.
Y como fue en los comienzos, ahora y siempre, por los siglos de los siglos. Amen.


[2] Confitebor tibi, Domine


Confitebor tibi, Domine, in toto corde meo:
in consilio justorum et congregatione.

Magna opera Domini: exquisita in omnes voluntates eius.

Confessio et magnificentia opus eius: et justitia eius manet in saeculum saeculi.
Memoriam fecit mirabilium suorum, misericors et miserator Dominus: escam dedit timentibus se.


Memor erit in saeculum testamenti sui: virtutem operum suorum annunciabit populo suo.
Ut det illis hereditatem gentium: opera manuum eius veritas et judicium.

Fidelia omnia mandata eius: confirmata in saeculum saeculi: facta in veritate et aequitate.

Redemptionem misit Dominus populo suo: mandavit in aeternum testamentum suum.
Sanctum et terribile nomen eius: initium sapientiae timor Domini.
Intellectus bonus omnibus facientibus eum: laudatio eius manet in saeculum saeculi.

Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto.

Sicut erat in principio et nunc et semper: et in saecula saeculorum. Amen.


I will praise the Lord with my whole heart: in the assembly of the upright, and in the congregation.
The works of the Lord are great: sought out of all them that have pleasure therein. 

His work is honourable and glorious: and his righteousness endureth for ever.
He hath made his wonderful works to be remembered: the Lord is gracious and full of compassion: he hath given meat to them that fear him.
He will ever be mindful of his covenant: he hath showed his people the power of his works.
That he may give them the heritage of the heathen: the works of his hands are verity and judgement.
All his commandments are sure: they stand fast for ever and ever, and are done in truth and uprightness.
He sent redemption unto his people: he hath commanded his covenant for ever.
Holy and reverend is his name: the fear of the Lord is the beginning of wisdom.
A good understanding have all they that do his commandments: his praise endureth for ever.

Glory be to the Father, the Son and the Holy Ghost.
As it was in the beginning, is now and ever shall be: world without end. Amen.


Preisen will ich den Herrn von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und der Gemeinde. 

Groß sind die Taten des Herrn, zu erforschen von allen, die Lust an ihnen haben. 

Majestät und Pracht ist sein Tun, seine Gerechtigkeit besteht ewig. 
Er hat ein Gedächtnis gestiftet seinen Wundern, gnädig und barmherzig ist der Herr. 
Er hat Speise gegeben denen, die ihn fürchten. 

Er gedenkt in Ewigkeit seines Bundes. Die Kraft seiner Taten hat er seinem Volk kundgemacht, ihnen das Erbe der Nationen zu geben. 
Die Taten seiner Hände sind Wahrheit und Recht.

Zuverlässig sind alle seine Gebote, 
festgegründet auf immer und ewig, ausgeführt in Wahrheit und Geradheit. 
Er hat Erlösung gesandt zu seinem Volk, seinen Bund verordnet auf ewig.
Heilig und furchtbar ist sein Name: die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang. 
Eine gute Einsicht für alle, die sie ausüben. Sein Ruhm besteht ewig. 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



Alabaré al Señor con todo mi corazón:
en la compañía y congregación de los rectos.

Grandes son las obras del Señor,
en busca de ellas van los que las anhelan.

Gloria y belleza es su obra:
y su justicia es sempiterna.
Ha hecho memorables sus maravillas:
clemente y misericordioso es el Señor. 
Alimenta a los que le temen.

Nunca olvidará su Pacto: 
el poder de sus obras manifestó a su pueblo.
Les dió la heredad de las naciones:
las Obras de sus manos son verdad y juicio.

Fieles son todos sus mandamientos:
regirán eternamente y para siempre,
hechos en verdad y rectitud.
Redención ha enviado a su pueblo:
para siempre ha ordenado su pacto.
Santo y temible es su nombre:
el temor al Señor es el principio de la sabiduria.
Buen entendimiento tienen todos los que cumplen sus mandamientos:
su loor permanece para siempre.
Gloria al Padre, al Hijo y al Espíritu Santo.

Y como fue en los comienzos, ahora y siempre, por los siglos de los siglos. Amen.


[3] Beatus vir


Beatus vir qui timet Dominum: in mandatis eius volet nimis.
Potens in terra erit semen eius: generatio rectorum benedicetur.

Gloria et divitiae in domo eius: et justitia eius manet in saeculum saeculi.
Exortum est in tenebris lumen rectis:
misericors et miserator et iustus.

Iucundus homo qui miseretur et commodat: disponet sermones suos in iudicio.

Quia in aeternum non commovebitur: in memoria aeterna erit iustus ab auditione.
Mala non timebit: paratum cor eius sperare in Domino.
Confirmatum est cor eius: non commovebitur donec dispiciat inimicos suos.
Dispersit dedit pauperibus: iustitia eius manet in saeculum saeculi cornu eius exaltabitur in gloria.
Peccator videbit et irascetur: dentibus suis fremet et tabescet desiderium peccatorum peribit.
Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto. 

Sicut erat in principio et nunc et semper: et in saecula saeculorum. Amen.



Blessed is the man that feareth the Lord:
that delighteth greatly in his commandments.
His seed shall be mighty on earth: the generation of the upright shall be blessed.

Wealth and riches shall be in his house:
and his righteousness endureth for ever.
Upon the upright there ariseth light in the darkness: he is gracious, and full of compassion, and righteous.
A good man showeth favour, and lendeth: he will guide his affairs with discretion.

Surely he shall not be moved for ever: the righteous shall be in everlasting remembrance.
He shall not be afraid of evil tidings: his heart is fixed trusting in the Lord.
His heart is established: he shall not be afraid, until he see his desire upon his enemies.
He hath dispersed, he hath given to the poor: his righteousness endureth for ever, his horn shall be exalted with honour.
The wicked shall see it and be grieved: he shall gnash his teeth and melt away, the desire of the wicked shall melt away.
Glory be to the Father, the Son and the Holy Ghost.
As it was in the beginning, is now and ever shall be: world without end. Amen.



Glücklich der Mann, der den Herrn fürchtet, der große Freude an seinen Geboten hat! 
Seine Nachkommenschaft wird mächtig sein im Land. Das Geschlecht der Aufrichtigen wird gesegnet werden. 
Vermögen und Reichtum wird in seinem Haus sein, und seine Gerechtigkeit besteht ewig. 
Den Aufrichtigen strahlt Licht auf in der Finsternis. Er ist gnädig und barmherzig und gerecht. 
Gut steht es um den Mann, der gütig ist und leiht: er wird seine Sachen durchführen nach dem Recht. 
Denn in Ewigkeit wird er nicht wanken, zum ewigen Andenken wird der Gerechte sein. 
Er wird sich nicht fürchten vor böser Nachricht. Fest ist sein Herz, es vertraut auf den Herrn. 
Beständig ist sein Herz, er fürchtet sich nicht, bis er heruntersieht auf seine Bedränger. 
Er streut aus, gibt den Armen. Seine Gerechtigkeit besteht ewig. Sein Horn ragt auf in Ehre. 
Der Gottlose wird es sehen und sich ärgern, mit seinen Zähnen wird er knirschen und vergehen. Das Begehren der Gottlosen geht verloren. 
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Bienaventurado el hombre que teme al Señor:
y en sus mandamientos se deleita en gran manera.
Su simiente será poderosa en la tierra:
bendita será la generación de los rectos.
Bienes y riquezas hay en su casa:
y su justicia no perecerá jamás.
Resplandeció a los rectos luz en las tinieblas:
es clemente, misericordioso y justo.

El hombre de bien es misericordioso y presta:
gobierna sus asuntos con juicio.

Por lo cual jamás se apartará de su senda:
en memoria eterna será el justo.
No le entra temor por las malas noticias:
esta su corazón firme y confiado en el Señor.
Asegurado está su corazón: no temerá,
hasta que vea en sus enemigos su deseo.
Reparte y da a los pobres:
su justicia permanece para siempre,
su nombre será exaltado en gloria.
Lo verá el impío y se afligirá:
crujirá los dientes y se consumirá,
el deseo de los impíos perecerá.
Gloria al Padre, al Hijo y al Espíritu Santo.
Y como fue en los comienzos, ahora y siempre, por los siglos de los siglos. Amén.



[4] Laudate pueri Dominum

Laudate pueri Dominum laudate nomen Domini.
Sit nomen Domini benedictum et hoc nunc et usque in saeculum.
A solis ortu usque ad occasum laudabile nomen Domini. 
Excelsus super omnes gentes Dominus et super caelos gloria eius.
Quis sicut Dominus Deus noster, qui in altis habitat, et humilia respicit in caelo et in terra.


Suscitans a terra inopem et de stercore erigens pauperem.
Ut collocet eum cum principibus cum principibus populi sui.
Qui habitare facit sterilem in domo matrem filiorum laetantem.
Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto. 

Sicut erat in principio et nunc et semper: et in saecula saeculorum. Amen.


Praise, O ye servants of the Lord, praise the name of the Lord.
Blessed be the name of the Lord from this time forth and for evermor

 

 
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Release date: 28th April 2000
Order code: SIGCD017
Barcode: 635212001721
 
 
 

 

 

 

[images/index.htm] 02 August 2008